Wenn die Autobahn schmilzt und die Union mehr Öl will
Wie die Union beim Klima die Sprache der AfD übernimmt – und warum die Rechnung am Ende bei den Bürgern landet.
Nick Reimer hat dieser Tage in der taz einen Kommentar geschrieben, über den ich zuerst nur hinweggelesen habe, ehe ich hängenblieb. Die Redaktion hatte folgendes Bild daruntergesetzt: aufgeplatzter Asphalt, zwei Männer in Warnwesten, ein roter Transporter quer auf der Fahrbahn. Darüber die Zeile „CDU arbeitet an natürlichem Tempolimit”. Satire, klar. Beton dehnt sich in der Hitze, irgendwann drückt es ihn nach oben, dann steht der Verkehr – ganz ohne Schild. Der Witz sitzt, weil die Union tatsächlich gerade daran arbeitet, beim Klimaschutz zurückzurudern, während draußen die Straßen brechen.
Reimers eigentlicher Punkt steht unter dem Witz, und der ist ernst: Hitze ist ein Wachstumsproblem. Ich habe zu dem Thema vor einiger Zeit selbst recherchiert, und er hat recht.
Was die Zahlen wirklich sagen
Die Mechanik ist unspektakulär und genau deshalb so unangenehm. Ab etwa 30 Grad sinkt die Arbeitsproduktivität, und zwar messbar. Allianz Trade hat das für die deutsche Wirtschaft durchgerechnet: rund drei Prozent Leistungsverlust je zusätzlichem Grad oberhalb der 30-Grad-Schwelle. Gleichzeitig steigen die Energiekosten, weil gekühlt werden muss, um etwa 1,2 Prozent pro Grad. Was das konkret heißt, sieht man an einem Tag wie vielen in diesem Juni: Bei 40 Grad summiert sich der Verlust auf rund ein Drittel weniger Leistung in den betroffenen Tätigkeiten. Auf dem Bau geht ab einer gewissen Grenze gar nichts mehr, ein Landwirt kann schlecht darauf verzichten, bei über 40 Grad im Stall seine Tiere zu kühlen, und im Büro fällt nach dem Mittag die Konzentration. Für Deutschland beziffert die Versicherung Allianz die hitzebedingten Schäden bis 2030 auf etwa 131 Milliarden Dollar.
Das ist keine grüne Schwarzmalerei, das ist eine Kreditversicherung, die mit Risiken Geld verdient. Schon 2018 kam eine Studie im Auftrag der EU-Kommission zu dem Ergebnis, dass ungebremste Emissionen die EU bis Ende des Jahrhunderts rund 240 Milliarden Euro jährlich kosten könnten, etwa zwei Prozent der Wirtschaftsleistung. Klimaschutz ist unter diesen Vorzeichen kein Kostenfaktor, der gegen die Wirtschaft steht. Er ist der Versuch, eine sehr teure Rechnung kleinzuhalten.
Und ausgerechnet in dieser Woche hat die CDU in ihrer Parteizentrale ein Treffen abgehalten, bei dem das genau andersherum erzählt wurde.
Eine Klimadebatte ohne Klimaleute
„Industriestandort Deutschland – Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit und die neue geopolitische Lage”, so hieß das Werkstattgespräch. Eingeladen war im Wesentlichen, wer den Klimaschutz für ein Kostenproblem hält. Auf den Podien saßen die Mittelstandsunion mit Gitta Connemann, dazu Evonik-Chef Christian Kullmann, der seit Längerem die Abschaffung des Emissionshandels fordert, außerdem Thyssenkrupp, BDI und DIHK. Die Eröffnungsrede hielt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, die das deutsche Ziel der Klimaneutralität bis 2045 seit Monaten für unrealistisch erklärt. Klimapolitiker der eigenen Fraktion waren auf den Panels nicht vorgesehen. Von der Erneuerbaren-Branche, die laut Umweltbundesamt dreimal so viele Menschen beschäftigt wie die Autoindustrie, war niemand geladen. Genau ein Klimaforscher durfte sprechen, Ottmar Edenhofer vom Potsdam-Institut.
Das Hauptargument der Runde: Die Klimaziele riskierten eine „Deindustrialisierung” Deutschlands. An diesem Wort lohnt es, hängenzubleiben.
Ein geliehenes Wort
„Deindustrialisierung” ist nicht das alte Vokabular der Union. Es ist die zentrale Vokabel der AfD.
Wer den Bundestag verfolgt, kennt das. Die AfD-Fraktion bringt seit Jahren Anträge ein, in deren Kern genau dieser Begriff steht. Im November 2025 ein „Klimaschutzfolgenbereinigungsgesetz”, das in einem Aufwasch 23 Gesetze kippen sollte – das Erneuerbare-Energien-Gesetz, den Emissionshandel, das Gebäudeenergiegesetz, den Atom- und Kohleausstieg –, dazu der Austritt aus dem Pariser Abkommen. Im April 2026 ein Antrag mit dem Titel „Beendigung aller deutschen Klimaschutzmaßnahmen”. Die Begründung war jedes Mal dieselbe: Der Ausbau der Erneuerbaren und der CO₂-Preis trieben die „Deindustrialisierung” voran. Beide Vorlagen sind abgelehnt worden. Die Sprache aber ist geblieben, und sie steht jetzt auf den Podien der CDU.
Es geht nicht nur um ein Wort. Die inhaltliche Linie hat sich angeglichen, und zwar dort, wo es um Umweltschutz und Energieversorgung geht. Die AfD will das 2045-Ziel der Klimaneutralität streichen – die Union will es „neu justieren” und verschieben. Die AfD will den Emissionshandel abschaffen – Vertreter des Unions-Wirtschaftsflügels wollen ihn aussetzen oder abschwächen. Die AfD will den Erneuerbaren-Ausbau stoppen und auf fossile Grundlast und Kernkraft setzen – die Union bremst den Ausbau, redet wieder häufiger über Gaskraftwerke und stellt die Förderung infrage. Die Tonlagen unterscheiden sich, die Stoßrichtung kaum noch.
Wie nah sich beide inzwischen sind, hat Unionsfraktionschef Jens Spahn selbst vorgeführt. Beim Kongress des Energieverbands BDEW am 10. Juni sprach er von einer „massiven Vernichtung von Volksvermögen” durch die Energiewende, nannte die Ausbaupfade für Wind und Solar „völlig überdimensioniert” und warnte vor „Subventionitis”. Noch mehr Windräder im windarmen Süden? Ergebe keinen Sinn. Die AfD-Fraktion brauchte keinen Tag, um das öffentlich zu verbuchen. „Spahn bestätigt Kritik der AfD-Fraktion am überzogenen Ausbau erneuerbarer Energien”, titelte sie auf ihrer eigenen Seite. Der Chef der Kanzlerpartei-Fraktion liefert die Stichworte, und die in Teilen gesichert rechtsextreme Partei bedankt sich öffentlich für die Übernahme ihrer Linie. Das ist kein Koalitionsvertrag. Aber es ist ein Zusammenspiel, und es braucht keinen Vertrag.
Die Mauer bröckelt unten
Formal steht die Brandmauer. Friedrich Merz hat sein Amt daran gebunden. Unter ihm aber gibt sie an mehreren Stellen nach.
In den Kommunen ist das längst Alltag. Eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin hat die Abstimmungen in den Kreistagen von Mitte 2019 bis Mitte 2024 ausgewertet. In rund 81 Prozent der Fälle gab es keine direkte Zusammenarbeit mit der AfD – die Mauer hält also mehrheitlich, und das gehört zur ehrlichen Bilanz dazu. Bleibt umgekehrt fast jeder fünfte Fall, in dem doch kooperiert wurde, und ausgerechnet CDU und FDP fallen dabei vergleichsweise oft auf, obwohl beide Parteibeschlüsse gegen jede Zusammenarbeit haben. Die Autoren nennen die Brandmauer „bröckelnd”, aber noch nicht „eingerissen”. Im hessischen Biebesheim reichten CDU und AfD im Juni eine gemeinsame Personalliste ein; der Kreisverband leitete daraufhin Parteiausschlüsse ein. Im Bund war es im Januar 2025, als die Union erstmals einen Migrationsantrag durchbrachte, der nur mit AfD-Stimmen eine Mehrheit fand. Und in den Umfragen halten nur noch 47 Prozent den Ausschluss einer Zusammenarbeit für richtig, dreizehn Punkte weniger als im September 2024.
Der Hauptgeschäftsführer der mittelständischen Bauunternehmen hat den Zusammenhang bei der Vorstellung der jüngsten Infrastrukturzahlen offen ausgesprochen: Wenn die Leistungsfähigkeit des Staates in den Kommunen weiter erodiere, drohten strukturschwache Regionen zurückzufallen – und „einfache Antworten auf komplexe Probleme” fänden immer mehr Zuspruch. Er meinte die AfD, ohne sie zu nennen. Und damit sind wir beim eigentlichen Punkt.
Sparen heute, zahlen morgen
Der Wirtschaftsflügel verkauft den Rückzug aus dem Klimaschutz als kluge Standortpolitik. In Wahrheit ist es dasselbe Muster, das diese Regierung quer durch alle großen Posten anwendet: heute die Ausgaben drücken, die Rechnung in die Zukunft schieben. Wer kurzfristig spart, kann in zwei, drei Jahren auf eine Statistik zeigen und sagen, er habe die Wirtschaft stabilisiert. Dass die eigentliche Rechnung dann erst auftaucht – in einem anderen Haushalt, unter einer anderen Regierung, bei den Bürgern –, steht in keiner Wahlkampfbroschüre.
Man muss sich nur ansehen, wie hoch die Posten schon jetzt aufgelaufen sind.
Straßen, Brücken, Schulen. Der wahrgenommene Investitionsrückstand der Kommunen liegt nach dem KfW-Kommunalpanel inzwischen bei 231 Milliarden Euro, ein Rekord und seit 2018 nominal um zwei Drittel gestiegen. Auf die Straßen- und Verkehrsinfrastruktur allein entfallen rund 54 Milliarden, auf die Schulen knapp 69 Milliarden. Schon heute geben 30 Prozent der Kommunen an, ihre Straßen nicht mehr oder nur noch eingeschränkt instand halten zu können, in Ostdeutschland fast jede zweite. Das 500-Milliarden-Sondervermögen federt das ab, aber es reicht nach Einschätzung der KfW „bei weitem nicht”, um den Rückstand aufzuholen. Jeder Riss, der heute nicht geflickt wird, kostet in fünf Jahren ein Vielfaches. Genau diesen Riss zeigt das taz-Bild.
Gesundheit. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung lag 2022 noch bei 1,4 Prozent. Anfang 2025 waren es 2,9, zu Beginn dieses Jahres bereits 3,13 Prozent. Die Ausgaben wachsen mit fast acht Prozent im Jahr, doppelt so schnell wie die Einnahmen. Für 2027 rechnet das Gesundheitsministerium mit einer Deckungslücke von rund 15 Milliarden Euro, bis 2030 könnten daraus 40 Milliarden werden, der Gesamtbeitragssatz stiege Richtung 19 Prozent. Die Regierung stopft die Löcher mit Bundesdarlehen und verschiebt deren Rückzahlung auf die Jahre 2035 bis 2039. Das ist Buchhaltung gegen die Zukunft.
Pflege. Hier ist die Lage am dramatischsten. Der Chef des GKV-Spitzenverbands sagt den Satz, den man sich merken sollte: „Bei der Pflegeversicherung brennt die Hütte.” Trotz eines Bundesdarlehens von 3,2 Milliarden steuert die Pflegeversicherung 2026 auf ein reales Defizit von gut vier Milliarden zu, der zusätzliche Finanzbedarf für 2027 wird auf rund zehn Milliarden geschätzt. „Die Pflege in Deutschland lebt auf Pump”, so der Verband. Auf Pump – das ist kein Vorwurf von außen, das ist die Selbstbeschreibung der Kassen.
Rente und der Rest. Für die Rentenversicherung sind wegen der Demografie über die nächsten Jahre kräftige Beitragsanstiege vorgezeichnet. Zusammengenommen könnte die Abgabenlast aller Sozialzweige nach einer Projektion des IGES-Instituts bis 2035 in Richtung 50 Prozent klettern. Fünfzig Prozent. Die Hälfte des Bruttolohns für die Sozialsysteme, weil über Jahre lieber das Darlehen gewählt wurde als die Reform.
In jedem dieser Felder ist die Logik dieselbe wie beim Klima. Man verschiebt die Last nach hinten, nennt das Haushaltsdisziplin und hofft, dass die Rechnung kommt, wenn andere am Ruder sind. Das Bundesverfassungsgericht hat 2021 in seinem Klimabeschluss genau das für unzulässig erklärt: Eine Politik, die die Lasten unverhältnismäßig auf die junge Generation abwälzt, greift in deren Freiheit ein. Juristische Gutachten kommen inzwischen auch bei Reiches Heizungsplänen zu dem Schluss, dass hier Klimaschutzlasten in die Zukunft geschoben werden, die sich verfassungsrechtlich kaum rechtfertigen lassen. Was als Sparsamkeit verkauft wird, ist in Wahrheit eine Hypothek – aufgenommen auf den Namen von Leuten, die heute noch zur Schule gehen.
Wovon wir uns verabschieden müssen
Damit komme ich zu dem, was mich an dieser Debatte am meisten stört. Hinter all dem steckt eine Annahme, die niemand mehr ausspricht, weil sie so selbstverständlich geworden ist: dass es weitergeht wie bisher. Dass auf jedes Jahr ein etwas besseres folgt, mehr Wachstum, mehr Konsum, mehr von allem. Der ganze Streit ums Klima wird geführt, als ginge es nur darum, diesen Aufwärtspfad möglichst lange zu verlängern – mal mit etwas mehr Solar, mal mit etwas mehr Gas.
Von dieser Annahme müssen wir uns lösen. Es wird Veränderungen geben, ob wir sie planen oder nicht. Die Frage ist nicht, ob sich unser Leben verändert, sondern ob wir die Veränderung gestalten oder von ihr überrollt werden. Ich sage das nicht aus dem Lehrbuch. Auf meinem Dach liegen Solarmodule, im Keller steht ein Speicher, ich heize mit Wärmepumpe und fahre elektrisch. Meine Energiekosten liegen rund 70 Prozent unter dem, was ich früher gezahlt habe. Die Technik, die die Union als Belastung verbucht, ist für mich seit Jahren der billigere Weg. Verändern musste ich trotzdem etwas. Es ging nicht ohne.
Am besten ließe sich das alles tragen, wenn wir näher zusammenrücken würden, und zwar weltweit. Knappere Ressourcen, wandernde Klimazonen, Ernten, die mal hier und mal dort ausfallen – das übersteht man besser gemeinsam als jeder für sich. Ich weiß, dass das ein Traum ist. Es wird nicht mit allen Ländern gehen, einige werden den eigenen Vorteil über alles stellen. Aber mit den meisten ist es möglich, und es muss funktionieren. Denn wenn es das nicht tut, dann droht in den nächsten Jahrzehnten der größere Schaden nicht von der Umwelt zu kommen, sondern von uns selbst – aus dem Streit darüber, wer in einer enger werdenden Welt was bekommt. Hitze lähmt die Produktivität. Knappheit, schlecht verteilt, hat schon Kriege ausgelöst.
Die taz-Satire vom natürlichen Tempolimit trifft deshalb mehr, als ihr lieb sein dürfte. Während sich der Beton in der Sonne hebt, streitet eine Regierungspartei darüber, wie sich mehr Öl und Gas verbrennen ließe, und borgt sich dafür die Worte einer Partei, von der sie sich angeblich abgrenzt. Den Schaden tragen die Betriebe, die bei 40 Grad nichts mehr produzieren, und die Generation, die in zwanzig Jahren die aufgeschobene Rechnung bekommt. Der Wirtschaftsflügel nennt das Wettbewerbsfähigkeit.
Quellen
Nick Reimer, taz: „Hitze in Deutschland: Gute Wirtschaftspolitik geht nur mit guter Klimapolitik” – https://taz.de/!6188597/
taz: „Union debattiert über CO₂-Preis: Die CDU beißt sich am Klimaschutz fest” – https://taz.de/Union-debattiert-ueber-CO2-Preis/!6190537/
Table.Briefings: „CDU-Werkstattgespräch: Debatte über Klimapolitik findet ohne Klimapolitiker statt” – https://table.media/berlin/news/cdu-werkstattgespraech-debatte-ueber-klimapolitik-findet-ohne-klimapolitiker-statt
Allianz Trade / Allianz Research zu Hitze und Produktivität – https://www.marktundmittelstand.de/ratgeber/hitze und https://www.srf.ch/news/wirtschaft/strassenbau-bei-35-grad-wie-bauarbeiter-der-hitze-trotzen
Deutscher Bundestag: AfD-„Klimaschutzfolgenbereinigungsgesetz” abgelehnt (13.11.2025) – https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2025/kw46-de-klimaschutzfolgen-1123122
Deutscher Bundestag: AfD-Antrag „Beendigung aller deutschen Klimaschutzmaßnahmen” (16.04.2026) – https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw16-de-klimaschutzmassnahmen-1158204
Spahn beim BDEW-Kongress (10.06.2026) – https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/streit-um-tempo-bei-energiewende-spahn-sieht-massive-vernichtung-von-volksvermoegen/
AfD-Fraktion: „Spahn bestätigt Kritik der AfD-Fraktion am überzogenen Ausbau erneuerbarer Energien” – https://afdbundestag.de/spahn-bestaetigt-kritik-der-afd-fraktion-am-ueberzogenen-ausbau-erneuerbarer-energien/
WZB, Discussion Paper zur Kooperation mit der AfD in den Kreistagen 2019–2024 – https://bibliothek.wzb.eu/pdf/2025/v25-501.pdf
Junge Freiheit zu Biebesheim am Rhein (Juni 2026) – https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2026/wegen-abstimmung-mit-afd-cdu-will-kommunalpolitiker-ausschliessen/
Infratest dimap / Deutschlandtrend zur Brandmauer-Umfrage – https://weltwoche.de/daily/soll-die-cdu-mit-der-afd-zusammenarbeiten-immer-mehr-deutsche-sind-gegen-die-brandmauer/
KfW-Kommunalpanel 2026 (Investitionsrückstand 231 Mrd. Euro) – https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen-Details_897920.html
BMG: Finanzentwicklung der GKV, Zusatzbeitrag und Deckungslücke – https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/finanzentwicklung-gkv-2025
t-online: Pflegeversicherung-Defizit 2026, „brennt die Hütte” / „auf Pump” – https://www.t-online.de/finanzen/ratgeber/versicherungen/krankenversicherung/id_101267366/pflegeversicherung-kassen-rechnen-2026-mit-einer-milliarde-euro-defizit.html
IGES-Projektion / Sozialabgaben bis 2035 Richtung 50 Prozent – https://www.versicherungsmagazin.de/themen/branche/hohes-defizit-bei-krankenkassen-erwartet-3450922.html
Bundesverfassungsgericht, Klimabeschluss vom 24.03.2021 (Lasten für künftige Generationen)




Stimmt alles, aber meine Befürchtung ist, dass wir (Menschen) erst durch ein sehr tiefes Tal gehen müssen. Mehr zusammenrücken wäre schön, klappt ja aber schon auf politischer Ebene nicht. Vermutlich erst, wenn es allen richtig schlecht geht. Wir hatten unter Habeck wenigstens den Versuch, die Welt ein wenig zu verbessern. Die Menschen haben sich aufhetzen lassen (und lassen sich weiter aufhetzen) und ihn abgewählt. Jetzt wird auf allen Ebenen rückabgewickelt, siehe auch neue Pestzidverordnung in der EU. Es liegt soviel im Argen, man könnte verzweifeln, darf man aber nicht.
Mir fällt auf, dass die durch den Iran-Krieg ausgelösten Warnzeichen hier keine Erwähnung finden. Ist das beim Werkstattgespräch ignoriert worden? Denn mit den erneuerbaren Energien hat man sich aus den Fesseln der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen befreit. Ich war der Auffassung, dass Europa als Ganzes das eingesehen hat. Die Quelle, z.B. die Sonneneinstrahlung, muss man nicht verteilen, nicht mittels eines Tankers risikoreich durch die Welt verschiffen, sondern nur den dadurch erzeugten Strom. Und zu den Ursachen von den Problemen in der Industrie: Man hat sich zu lange am Alten festgehalten. Bricht der Verbrenner-PKW weg, brechen auch die vielen darauf spezialisierten, mittelständischen Zulieferfirmen weg. Man schläft ein, die Welt geht weiter, man wacht auf und will die Welt zurückholen. So funktionert die Wirklichkeit nicht. Also, die Probleme sind hausgemacht, und dafür ist "Zurück in die Vergangenheit" keine Lösung.
Also, wie packt man diese Politiker an den Schultern und rüttelt sie wach?